Implizite besucherorientierte Museumsführungen
Arbeitsgruppe Wissensaustausch
Laufzeit
offen
Förderung
Wettbewerbsfonds der Leibniz-Gemeinschaft im Rahmen des "Pakts für Forschung und Innovation", Haushaltsmittel IWM
Projektbeschreibung
Dieses Projekt beschäftigt sich mit der Konzeption unterschiedlicher medialer Gestaltungsmöglichkeiten, die Museumsbesucher dabei unterstützen können, Ausstellungen an eigene Kenntnisse, Ziele und Motive angepasst, elaboriert und dennoch selbstgesteuert zu erkunden. Dabei werden verschiedene theoretische Konzepte berücksichtigt (z.B. Group Awareness, Representational Guidance, Social Navigation). Zwei dieser impliziten Strukturierungsmaßnahmen wurden in die Ausstellung Nanodialog implementiert und experimentell evaluiert.
Motivorientierte Strukturierung
Hier schätzen Besucher die Informationshaltigkeit und Schwierigkeit von Exponaten ein. Diese Einschätzungen werden in der Ausstellung zurückgespiegelt. Es konnte gezeigt werden, dass Besucher mit unterschiedlicher Zielorientierung unterschiedliche Wege durch die Ausstellung wählen,
Aktive Informationsintegration
Hier haben die Besucher die Möglichkeit, interaktiv verschiedene Exponate und deren Begleitinformationen einander zuzuordnen. Es konnte gezeigt werden, dass diese Gestaltungsmaßnahme zu einem aktiveren und systematischeren Besucherverhalten und zu einem besseren Verständnis der ausgestellten Informationen und ihrer Zusammenhänge führt.
Kooperationspartner
- Deutsches Museum München, Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften
Publikationen
-
Bodemer, D. (2006). Integration von Informationen in naturwissenschaftlich-technischen Museen: Strukturierung von Prozessen des Lernens, des sozialen Austauschs und der Aufmerksamkeitszuwendung. Mitteilungen und Berichte aus dem Institut für Museumskunde, 38, 145-151.
-
Bodemer, D., Bauer, S. Kleinmann, P. (2007). Implizite besucherorientierte Museumsführungen.
11. Fachtagung Pädagogische Psychologie. Berlin.