Diplomarbeiten

Forscherinnen und Forscher am Leibniz-Institut für Wissensmedien vergeben im Rahmen ihrer Kooperation mit dem Lehrstuhl für Angewandte Kognitionspsychologie und Medienpsychologie der Universität Tübingen derzeit folgende Themen für Diplom-/Bachelor-/Master- Magisterarbeiten:

Hypermedia

Gibt es Kombinationen von Animationen und statischen Bildern, die beim Lernen besonders vorteilhaft sind, und wenn ja, welche?

Bisherige Forschung zum Lernen mit Animationen und statischen Bildern konzentriert sich darauf, unter welchen Umständen und für welche Zwecke diese verschiedenen Arten der Visualisierung am Besten geeignet sind. Allerdings wird bisher die Frage vernachlässigt, ob - aufgrund ihrer unterschiedlichen Vor- und Nachteile - eine Kombination dieser beiden Visualisierungsarten beim Lernen besonders vorteilhaft ist. Methode: Experimentalstudie

Ihre Ansprechpartnerin ist: Frau Dr. Birgit Imhof

Kognitive Belastung im EEG

Kann die kognitive Belastung während des Lernens anhand von EEG-Daten gemessen und in sinnvolle Bereiche eingeteilt werden? Was bedeutet kognitive Überforderung (cognitive overload) in der subjektiven Wahrnehmung und im EEG?

Methode: Experimentelle EEG-Studie

Ihre Ansprechpartnerin ist: Frau Dr. Gabriele Cierniak

Bewertungsprozesse bei der Webrecherche nach wissenschaftsbezogenen Themen: Wie kompetent sind Schüler?

Wie kompetent sind Schüler unterschiedlicher Altersstufen bei der wissenschaftlichen Informationsssuche im World Wide Web? Welche Bewertungsstrategien bezüglich der Qualität von Informationen wenden sie an? Sind mögliche Probleme bei der Informationssuche und -bewertung auf ein Mediationsdefizit (Kompetenz nicht vorhanden) oder ein Produktionsdefizit (Kompetenz prinzipiell vorhanden, aber nicht spontan angewandt) zurück zu führen? Welchen Einfluss haben Eigenschaften der Schüler wie z.B. Vorwissen oder epistemologische Überzeugungen auf deren Bewertungsverhalten im Web?

Methode: Feldstudie in der Schule

Ihre Ansprechpartnerin ist: Frau Dr. Yvonne Kammerer

Interaktive Displays zur Informationserschließung

Wie können die bei interaktiven Displays gegebenen Affordanzen genutzt werden, um die Erschließung umfangreicher Informationsbestände und ihrer Verknüpfungen mit externen Objekten und externen Informationen zu optimieren. Exemplarisch soll dies im Rahmen der Entwicklung eines personalisierten Besucherinformationssystems in Kooperation mit dem Anton Ulrich-Museum in Braunschweig untersucht werden.

Methode: Befragung und Beobachtung von Museumsbesuchern, Feldstudie

Ihr Ansprechpartner ist: Herr Prof. Dr. Peter Gerjets

Welchen Einfluss haben Lernercharakteristika auf Strategien beim Lernen mit Animationen und statischen Bildern?

Einige Studien zum Lernen mit Animationen und statischen Bildern legen den Schluss nahe, dass Animationen in erster Linie für Lernende mit geringerem räumlichen Vorstellungsvermögen hilfreich sind. Es stellt sich die Frage, ob diese Lernenden beim Lernen mit statischen Bildern Kompensationsstrategien anwenden (z.B. länger lernen).

Methode: Experimentalstudie

Ihre Ansprechpartnerin ist: Frau Dr. Birgit Imhof

Instruktionseffekte in der Schule

Wie beeinflussen die Annahmen, die ein Lehrer über die kognitiven Prozesse (z.B. kognitive Belastung, Anstrengung, oberflächliches Lernen) von Schülern beim Lernen hat, die Reaktionsweisen des Lehrers (z.B. Ermahnung versus Ermunterung) auf unterschiedliche Schülerleistungen? Wie reagieren Schüler motivational und emotional auf wahrgenommene (un)passende Lehrerreaktionen?

Methode: Befragung von Lehramtsstudierenden, Lehrern und/ oder Schülern anhand von Fragebögen bzw. Vignetten

Ihre Ansprechpartnerin ist: Frau Dr. Gabriele Cierniak

Interaktive Displays und embodied cognition

Interaktive Displays verwenden eine intuitive und niederschwellige Gestensteuerung zur Interaktion mit Informationseinheiten sowie zur Aktivierung von Informationsverknüpfungen (z.B. iPhones oder Multi-Touch Tabletop-Systemen). Wie wird die kognitive Repr채sentation einer konzeptuellen oder räumlichen Struktur durch die Darbietung auf einem interaktiven Display beeinflusst, mit dem der Nutzer direkt physikalisch durch Gesten oder Tangible Objects interagieren kann?

Methode: Experimentalstudie, die auf grundlagen- oder anwendungsbezogenem Material beruhen kann

Ihr Ansprechpartner ist: Herr Prof. Dr. Peter Gerjets

Bewertungsprozesse bei der Webrecherche nach wissenschaftsbezogenen Themen: Einfluss des Suchmaschinen-Interfaces oder von Personeneigenschaften auf das Bewertungsverhalten von Web-Nutzern?

Kann eine veränderte Gestaltung des Suchmaschinen-Interfaces (z.B. ein anderes Layout der Suchergebnisse oder die Präsentation zusätzlicher Informationen) das Bewertungsverhalten von Webnutzern bei der Suche nach komplexen, wissenschaftsbezogenen Themen sowie die Lösung des Informationsproblems verbessern? Welchen Einfluss haben Eigenschaften der Personen wie z.B. Vorwissen oder epistemologische Überzeugungen der Webnutzer auf deren Bewertungsverhalten?

Methode: Experimentalstudie mit Blickbewegungsmessung

Ihre Ansprechpartnerin ist: Frau Dr. Yvonne Kammerer

Bewertungsprozesse bei der Webrecherche nach wissenschaftsbezogenen Themen: Unterstützung von Bewertungsprozessen durch Web-Trainings oder Bewertungs-Prompts

Können ein Web-Training zur Bewertung von Web-Informationen oder der Einsatz von Bewertungsprompts (während der Websuche) das Bewertungsverhalten von Webnutzern (verschiedene Zielgruppen möglich: Schüler, Studenten, nicht-studentische Erwachsene) bei der Websuche nach komplexen, wissenschaftsbezogenen Themen sowie die Lösung des Informationsproblems verbessern?

Methode: Experimentalstudie mit Blickbewegungsmessung oder Feldstudie

Ihre Ansprechpartnerin ist: Frau Dr. Yvonne Kammerer

Wie kann der Wissenserwerb beim Lernen mit Animationen optimiert werden?

Animationen besitzen ein hohes Potenzial, wenn es darum geht, komplexe dynamische Sachverhalte zu vermitteln. Allerdings bergen Animationen aufgrund ihrer visuellen Komplexität - häufig bewegen sich mehrere Elemente gleichzeitig - auch Nachteile. Hierdurch kann es dem Lernenden schwer fallen, sich auf die relevante Information zu konzentrieren. Um diesem Nachteil entgegen zu wirken könnten beispielsweise Techniken, die die Aufmerksamkeit lenken oder aber auch interaktiv abspielbare Animationen hilfreich sein. Bislang ist aber noch ungeklärt, wie diese Faktoren zusammen spielen.

Methode: Experimentalstudie

Ihre Ansprechpartnerin ist: Frau Dr. Birgit Imhof

Interaktive Displays und das Verstehen multipler Dokumente zu einem kontroversen wissenschaftlichen Thema

Basierend auf Theorien zum Verstehen multipler Dokumente soll untersucht werden, inwiefern durch die Interaktion mit multiplen textbasierten Dokumenten, die auf einem interaktiven Tabletop-System präsentiert werden, Lernende beim Aufbau eines Situations- und Intertextmodells unterstützt werden.

Methode: Experimentalstudie am Multitouch-Tabletop-System

Ihre Ansprechpartnerin ist: Frau Dr. Yvonne Kammerer

Wie können interaktive Oberflächen effektiv in formellen und informellen Lernsettings eingesetzt werden?

Der Einsatz interaktiver Oberflächen, wie interaktive Tabletops mit der Möglichkeit zu multitouch und tangible Interaktionen, kann Menschen dazu motivieren, sich mit bestimmten Inhalten, zum Beispiel im Museum oder Aquarium auseinander zu setzen. Mögliche Themen widmen sich der Frage wie dabei visuelle Informationsformate intuitiv und kollaborativ erschlossen werden können und wie eine aktive und elaborierte Verarbeitung der Inhalte gefördert werden kann.

Methode: Experimentalstudie; Usabilitystudien

Ihre Ansprechpartnerin ist: Frau Dr. Birgit Imhof

Wie können statische Bilder effektiv präsentiert werden, um Wissen zu vermitteln?

Bei der Präsentation statischer Bilder können verschiedene Faktoren einen Einfluss auf das Lernen der dargestellten Inhalte haben. Beispielsweise sind hier die Anzahl, die Darbietungszeit und das Einblenden der Bilder zu nennen. Verschiedene Variationen sollen auf ihre Stärken und Schwächen `für den Wissenserwerb in komplexen dynamischen Domänen überprüft werden.

Methode: Experimentalstudie

Ihre Ansprechpartnerin ist: Frau Dr. Birgit Imhof

Cybermedia

Konfligierende Rekonstruktionen

Das Projekt "Lernen mit konfligierenden 3D-Rekonstruktionen" untersucht kognitive Prozesse bei der Verarbeitung verschiedener sich wiedersprechender, aber gleichermaßen wahrscheinlicher, computerbasierter 3D-Darstellungen historischer Architekturen. Im Rahmen dieses Projektes bieten wir verschiedene Diplomarbeiten an, in denen diese Thematik anhand von vier bereits vorliegenden computerbasierten 3D-Architekturen untersucht werden soll.

Ihre Ansprechpartnerin ist: Frau Dr. Manuela Glaser

Verbalisierungen und Handlungen

Beim Wissenserwerb werden häufig filmische und verbale Komponenten verwendet. In dieser Diplomarbeit soll überprüft werden, ob Effekte, die aus der Forschung zu Zeugenaussagen bekannt sind (eine sofortige verbale Beschreibung eines Täters führt zu schlechteren Wiedererkennungsleistungen), auch für das Erlernen von Handlungen (z. B. Seemannsknoten) gelten. Dabei soll in einer empirischen Untersuchung die Reihenfolge von verbaler und filmischer Information systematisch variiert werden.

Ihr Ansprechpartner ist: Herr Prof. Dr. Markus Huff

Verteilte Aufmerksamkeit

Wissenserwerb erfordert die Integration von Informationen aus verschiedenen lokal getrennten Quellen. Dabei scheint die räumliche Distanz der Informationsquellen eine große Rolle zu spielen. Aufbauend auf einer Untersuchung zu diesem sogenannten "Split Attention Effect" soll in dieser Diplomarbeit untersucht werden, welche visuellen Prozesse an diesem Effekt beteiligt sind.

Ihr Ansprechpartner ist: Herr Prof. Dr. Markus Huff

Visuelle Aufmerksamkeit

Das gleichzeitige Verfolgen mehrerer bewegter Objekte ist eine wichtige Eigenschaft des menschlichen visuellen Systems. Abrupte Perspektivenwechsel, wie sie beispielsweise in Filmen sehr h채ufig vorkommen, stellen eine Herausforderung f체r das visuelle System dar. In dieser Arbeit sollen Einflussfaktoren, die eine Aufrechterhaltung der Aufmerksamkeit 체ber abrupte Perspektivenwechsel hinweg beeinflussen, systematisch untersucht werden.

Ihr Ansprechparter ist: Herr Prof. Dr. Markus Huff

Multimedia

Unter welchen Bedingungen unterstützen Bilder den Wissenserwerb?

Ein vielbestätigter Befund in der Multimediaforschung ist der positive Effekt der Bilddarbietung auf das Lernergebnis. Unklar ist jedoch, worauf dieser Effekt genau zurückzuführen ist. In der Diplomarbeit, die in Kooperation mit der Universität Padua (Italien) durchgeführt wird, soll zwischen für den Wissenserwerb förderlichen und nicht-förderlichen Bildinformationen differenziert werden. Die Spezifizierung solcher Bildelemente ist insofern interessant, als dass sie Aufschluss über die zugrunde liegenden Prozesse bei der Text-Bildverarbeitung zulässt.

Ihre Ansprechpartnern ist: Frau Dr. Anne Schüler

Fördern Gesten das Verständnis für Bewegungsabläufe?

Verschiedene Arbeiten belegen, dass externe Repräsentationen wie z.B. dynamische oder statische Visualisierungen das Verständnis für Bewegungsabläufe verbessern können. In einem Kooperationsprojekt mit Prof. Dr. Shaaron Ainsworth, Universität Nottingham, wird der Frage nachgegangen, inwieweit während des Lernens mit den Händen ausgeführte Gesten diesen Verstehensprozess zusätzlich fördern können. Mögliche Fragestellungen beziehen sich dabei auf die allgemeine Lernförderlichkeit von Gesten, die spezifische Wirksamkeit einzelner Gesten, Möglichkeiten zur Unterstützung der Gestenproduktion sowie den sinnvollen Zeitpunkt der Verwendung von Gesten.

Ihre Ansprechpartner ist: Frau Prof. Dr. Katharina Scheiter

Gibt es einen Integrationsprozess im Arbeitsgedächtnis?

Eine grundlegende Annahme in der Multimediaforschung ist, dass Text und Bild miteinander integriert werden. Überraschenderweise gibt es jedoch kaum Studien, die diese Annahme empirisch prüfen. Im vorliegenden Projekt soll mit Hilfe von aus der Grundlagenforschung entliehenen Paradigmen untersucht werden, inwiefern eine Integration von Text und Bild tatsächlich stattfindet. Des Weiteren soll die Rolle des Arbeitsgedächtnisses in diesem Integrationsprozess näher untersucht werden.
Ihre Ansprechpartnerinnen sind: Frau Prof. Dr. Katharina Scheiter und Dr. Anne Schüler

Welchen Einfluss haben Textmerkmale auf den Multimediaeffekt?

Die Überlegenheit des Lernens mit Multimedia (Text und Bild) gegenüber dem Lernen mit Text konnte vielfach empirisch bestätigt werden. Unklar ist jedoch, welche Merkmale des Textes am Zustandekommen dieses Effekts beteiligt sind. Wichtige Moderatoren, deren Einfluss im Rahmen einer Diplomarbeit untersucht werden kann, sind die Textkompatibilität, das Ausmaß an im Text enthaltener räumlicher Information, stilistische Mittel (z.B. Bildverweise im Text) sowie die Kohärenz des Texts.

Ihre Ansprechpartnerin ist: Frau Prof. Dr. Katharina Scheiter

Können mentale Vorstellungsbilder die Wirkweise von multimedialem Material erklären?

Ein vielbestätigter Befund ist die Überlegenheit von Text-Bilddarbietungen gegenüber der Darbietung von Texten allein. In der Diplomarbeit soll der Frage nachgegangen werden, ob dieser Effekt darauf beruht, dass durch die Darbietung von Bildern die Vorstellung eines mentalen Bildes während der Textverarbeitung erleichtert wird.

Ihre Ansprechpartner ist: Frau Dr. Anne Schüler

Kann das Lernen mit Multimedia durch die Förderung der Verfügbarkeit und Nutzung von Lernstrategien unterstützt werden?

Insbesondere Untersuchungen in realistischen Lernkontexten zeigen oftmals nur eine geringe Lernwirksamkeit multimedialen Instruktionsmaterials. Erklärt werden kann dieser Befund durch eine mangelnde Verfügbarkeit und Nutzung von Strategien zur Text-Bild-Verarbeitung. Untersucht werden soll daher einerseits, inwieweit die Verfügbarkeit von Strategien durch entsprechende Trainings gefördert werden kann. Andererseits soll der Frage nachgegangen werden, inwieweit die Nutzung multimediaspezifischer Lernstrategien durch sog. Prompts bzw. Vorannahmen zur Strategienutzung unterstützt werden kann.

Ihre Ansprechpartnerin ist: Frau Prof. Dr. Katharina Scheiter

Sozial-motivationale Prozesse

Welche Funktion und Wirkung haben marginale Meinungsäußerungen in Medien?

Einige Medienangebote (z. B. Blogs, Online-Zeitungen, Videotext) bieten Möglichkeiten, im Abstimmungsformat Meinungen zu bestimmten Themen zu äußern. Einige dieser Möglichkeiten haben aber anscheinend keinerlei Auswirkungen, sondern erscheinen wie Selbstzweck ('Polls'). In dieser Arbeit soll untersucht werden, warum diese Möglichkeiten bei Gestaltenden attraktiv sind (bzw. erscheinen), welche Funktion ihre Nutzung erfüllt und welche Folgen sie für weiteres Nutzungsverhalten haben können.

Ihr Ansprechpartner ist: Herr Dr. Johann Jacoby

Wie wird Unwahrheit im Netz erkannt?

In netzbasierten Medien kann die Verbreitung von unwahren Informationen (Gerüchte, Lügen) sehr schnell verlaufen, diese können aber prinzipiell auch schneller "widerlegt" oder korrigiert werden. In dieser Arbeit soll untersucht werden, welche Merkmale über Vorwissen hinaus herangezogen werden zu Entscheidungen über die Akzeptanz und Zurückweisung von vorliegenden Informationen, bzw. zur Bestätigung oder Widerlegung motivieren.

Ihr Ansprechpartner ist: Herr Dr. Johann Jacoby

Wissensaustausch

Gewichtsbezogene Stigmatisierung im medizinischen Versorgungssystem

Aktuelle Untersuchungen zeigen, dass Stereotypisierung und Stigmatisierung übergewichtiger / adipöser Menschen ein signifikantes Problem darstellen. Im Rahmen dieser Diplomarbeit werden Stigmatisierungstendenzen gegenüber übergewichtigen und adipösen Menschen bei Personen untersucht, die in Gesundheitsberufen tätig sind. Übergeordnetes Ziel ist es, damit zu den empirischen Grundlagen für eine Reduktion von Stigmatisierungstendenzen beizutragen. Vorarbeiten sind bereits vorhanden. Die Datenerhebung ist für Januar 2012 geplant. Mit der Diplomarbeit kann ab sofort begonnen werden. Die Diplomarbeit wird in interdisziplinärer Kooperation zwischen dem Institut für Sportwissenschaft der Universität Tübingen, dem Institut für Wissensmedien und dem Universitätsklinikum Tübingen erstellt. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem beigefügten pdf-Aushang.

Methodik: Experimentelle feldnahe Studie mit einem computergestützten Befragungstool

Ihr Ansprechpartner ist: Dr. Daniel Wessel

Diplarbeit Aushang Adipositasstigmatisierung (PDF)

Kooperatives Lernen in der Schule unter Einbezug eines Whiteboards

Ziel dieser Diplomarbeit ist es, Anwendungen für ein interaktivtes Whiteboard zum Einsatz in der Schule zu untersuchen. Für den Bereich schulischerFremdsprachenunterricht soll diese kooperative Lernmöglichkeiten näher betrachtet werden, insbesondere im Hinblick auf Usability, Lerneffektivität und -effizienz. Die Inhalte werden vom Schulbuchverlag Diesterweg erstellt, mit dem eine Kooperation für diese Arbeit besteht.

Ihre Ansprechpartnerin ist: Frau Dr. Tanja Engelmann

Weitere Informationen zur Diplomarbeit entnehmen Sie bitte dem folgenden Aushang.

DA Kooperatives Lernen Whiteboard (PDF)

Was macht Ausstellungsstücke in naturwissenschaftlich-technischen Museen interessant für Besucher?

In einer Studie in einem naturwissenschaftlich-technischen Museum wurden mittels exploratorischer Faktorenanalyse vier Faktoren identifiziert, die als subjektive Faktoren den als am interessantesten benannten Exponaten zugrunde liegen: Attraction Power, Instant Enjoyment, Familiarity und Information Value. Die verwendete Skala soll nun ausgebaut werden (Literaturstudium zum Thema Struktur von Interesse, Museen). Zusätzlich soll in einer größeren Fragebogenerhebung überprüft werden, ob es möglich ist, diese Fragen zu replizieren (Datenerhebung und Auswertung). Unterstützung bei der Faktorenanalyse kann gegeben werden.

Ihr Ansprechpartner ist: Herr Dr. Daniel Wessel

Unterstützung von kritischem Denken in naturwissenschaftlich-technischen Ausstellungen

Kritisches Denken ist ein aktuelles Thema, das auch in Museen adressiert wird. Die Diplomarbeit untersucht die Möglichkeiten, kritisches Denken in Museumsausstellungen mit mobilen Geräten zu unterstützen (evtl. via case-based learning und scaffolding). Gegenstand wird eine geplante Laborausstellung zum Thema Adipositas sein. Aufgaben wären das Literaturstudium zum Thema "Unterstützung von kritischem Denken" und die Ausarbeitung, Durchführung und Auswertung einer Studie, die Teilaspekte des Projektes im Laborkontext auf ihre Wirksamkeit überprüft.

Ihr Ansprechpartner ist: Herr Dr. Daniel Wessel

Wissenskonstruktion

Forschung über psychologische Forschung

Wissenschaft schafft Wissen. Aus unseren psychologischen Untersuchungen erhoffen wir uns Einblick in menschliches Erleben und Verhalten. Was aber, wenn ganz andere Dinge mit hineinspielen, die wir nicht bedenken? Eine Frage dabei ist z.B., ob nicht die wiederholte Teilnahme derselben Personen (z.B. Psychologiestudierende für ihre VP-Stunden) ein Problem darstellt - insbesondere, wenn sie in manchen Experimenten getäuscht werden. Eine weitere Fragestellung wäre, inwiefern Online-Forschung anfälliger für falsche Effekte (Artefakte) ist, weil die Teilnehmenden bei auftretenden Unklarheiten keine Möglichkeit haben, diese - z.B. durch Frage an den Versuchsleiter - zu klären.

Ihre Ansprechpartnerin ist: Frau Dr. Aileen Oeberst

Übereinstimmung bei der Begutachtung wissenschaftlicher Arbeiten

Für jeden Fragebogen, jeden Test, der der in der Psychologie konstruiert wird, müssen bestimmte Kriterien erfüllt sein - nämlich dass er objektiv und zuverlässig das misst, was er messen soll. Interessanterweise sind in der Wissenschaft diese Standards keineswegs vorgeschrieben, wenn es darum geht, wissenschaftliche Arbeiten selbst zu bewerten, obwohl relevante Konsequenzen damit einhergehen. In der Diplomarbeit soll an einem bestehenden Datensatz untersucht werden, inwieweit mehrere Gutachter in ihrer Bewertung wissenschaftlicher Manuskripte übereinstimmen.

Ihre Ansprechpartnerin ist: Frau Dr. Aileen Oeberst

Nutzung kollektiven Wissens durch Social Tagging

In den letzten Jahren etablierte sich Social Tagging als eine Standardanwendung des Web 2.0. Social Tagging bezeichnet die freie und individuelle Vergabe von Schlagwörtern (Tags) für digitale Ressourcen, wie z. B. Bookmarks. Durch diese individuelle Annotierung von digitalen Inhalten mit Tags, die von unterschiedlichen Personen vergeben wurden, entsteht eine gemeinsame Beschreibung von Inhalten durch eine Community. Im Rahmen einer Diplomarbeit könnte der Einfluss von Social Tags auf die Informationssuche im Internet und auf individuelle Lernprozesse erforscht werden.

Ihre Ansprechpartnerin ist Frau Prof. Dr. Ulrike Cress

Mathe mit der Matte

In einem Kooperationsprojekt mit Prof. Nürk (Psychologisches Institut der Universität Tübingen) wird eine digitale Tanzmatte eingesetzt, um bei Vor- bzw. Grundschulkindern die Zahlenvorstellungen zu trainieren. Im Rahmen einer Diplomarbeit könnte untersucht werden, inwieweit beim "Numerosity Learning" räumlich-motorische Komponenten eine Rolle spielen.

Ihre Ansprechpartnerin ist: Frau Prof. Dr. Ulrike Cress

Wissensaustausch mit geteilten Datenbanken

Im organisationalen Kontext sowie in Social Software Settings nutzen Menschen Datenbanken, um ihre Informationen mit anderen Personen zu teilen. Jedoch ist die Bereitschaft der beteiligten Personen, Wissen an andere weiterzugeben, oftmals ziemlich gering. Ziel einer Diplomarbeit könnte es sein, Faktoren zu identifizieren, die die Bereitschaft Wissen weiterzugeben, begünstigen.

Ihre Ansprechpartner ist Herr Dr. Joachim Kimmerle

Wissenskonstruktion in nutzergenerierten virtuellen Onlinewelten

Beispiel für eine nutzergenerierte dreidimensionale Online-Welt, in der die Benutzer durch Avatare miteinander interagieren und kommunizieren können, ist 'Second Life'. Diese virtuelle Realität kann von den Nutzern selbst gestaltet werden. Um computerunterstütztes kooperatives und individuelles Lernen in 3D-Umgebungen zu untersuchen, hat das IWM ein virtuelles Forschungslabor in Second Life eingerichtet und führt dort Experimente durch. Diese virtuellen Experimentalräume können für Diplomarbeitsuntersuchungen genutzt werden.

Ihr Ansprechpartner ist: Herr Dr. Johannes Moskaliuk

Kooperative Wissenskonstruktion mit Wikis

Wikis sind für die kooperative Wissenskonstruktion geeignet. Sie ermöglichen die gleichzeitige, kollaborative Arbeit einer Vielzahl von Personen an einem gemeinsamen Artefakt, das allen Personen zur Nutzung und zur aktiven Weiterentwicklung offen steht. Mögliche Diplomarbeitsthemen könnten sich mit der Frage beschäftigen, was Personen zu einer konstruktiven Zusammenarbeit mit Hilfe von Wikis motiviert und welche sozilan eund kognitiven Prozesse dazu beitragen, dass solche kooperativen Szenarien über die reine Sammlung von Informationen hinaus auch die kollaborative Konstruktion neuen Wissens ermöglichen.

Ihre Ansprechpartner sind: Herr Dr. Joachim Kimmerle und Herr Dr. Johannes Moskaliuk