Diplomarbeiten

Forscherinnen und Forscher am Institut für Wissensmedien vergeben im Rahmen ihrer Kooperation mit dem Lehrstuhl für Angewandte Kognitionspsychologie und Medienpsychologie der Universität Tübingen derzeit folgende Themen für Diplom-/Bachelor-/Master- Magisterarbeiten:

Hypermedia

Gibt es Kombinationen von Animationen und statischen Bildern die beim Lernen besonders vorteilhaft sind, und wenn ja, welche?

Bisherige Forschung zum Lernen mit Animationen und statischen Bildern konzentriert sich darauf, unter welchen Umständen und für welche Zwecke diese verschiedenen Arten der Visualisierung am Besten geeignet sind. Allerdings wird bisher die Frage vernachlässigt, ob - aufgrund ihrer unterschiedlichen Vor- und Nachteile - eine Kombination dieser beiden Visualisierungsarten beim Lernen besonders vorteilhaft ist. Methode: Experimentalstudie

Ihr Ansprechpartner ist: Herr Tim Kühl

Kognitive Belastung und Ablenkbarkeit

Wird durch eine optimale Gestaltung von Lehrmaterialien die kognitive Belastung oder die Ablenkbarkeit reduziert? Kann die kognitive Belastung während des Lernens anhand von EEG-Daten gemessen werden?

Methode: Experimentalstudie, die auf grundlagen- oder anwendungsbezogenem Material beruhen kann

Ihre Ansprechpartnerin ist: Frau Gabriele Cierniak

Interaktive Displays zur Informationserschließung

Wie können die bei interaktiven Displays gegebenen Affordanzen genutzt werden, um die Erschließung umfangreicher Informationsbestände und ihrer Verknüpfungen mit externen Objekten und externen Informationen zu optimieren. Exemplarisch soll dies im Rahmen der Entwicklung eines personalisierten Besucherinformationssystems in Kooperation mit dem Anton Ulrich-Museum in Braunschweig untersucht werden.

Methode: Befragung und Beobachtung von Museumsbesuchern, Feldstudie

Ihr Ansprechpartner ist: Herr Prof. Dr. Peter Gerjets

Instruktionseffekte in der Schule

Wie beeinflussen die Annahmen, die ein Lehrer über die kognitiven Prozesse (z.B. kognitive Belastung, Anstrengung, oberflächliches Lernen) von Schülern beim Lernen hat, die Reaktionsweisen des Lehrers (z.B. Ermahnung versus Ermunterung) auf unterschiedliche Schülerleistungen? Wie reagieren Schüler motivational und emotional auf wahrgenommene (un)passende Lehrerreaktionen?

Methode: Befragung von Lehramtsstudierenden, Lehrern und/ oder Schülern anhand von Fragebögen bzw. Vignetten

Ihre Ansprechpartnerin ist: Frau Gabriele Cierniak

Interaktive Displays und embodied cognition

Interaktive Displays verwenden eine intuitive und niederschwellige Gestensteuerung zur Interaktion mit Informationseinheiten sowie zur Aktivierung von Informationsverkn체pfungen (z.B. iPhones oder Multi-Touch Tabletop-Systemen). Wie wird die kognitive Repr채sentation einer konzeptuellen oder r채umlichen Struktur durch die Darbietung auf einem interaktiven Display beeinflusst, mit dem der Nutzer direkt physikalisch durch Gesten oder Tangible Objects interagieren kann?

Methode: Experimentalstudie, die auf grundlagen- oder anwendungsbezogenem Material beruhen kann

Ihr Ansprechpartner ist: Herr Prof. Dr. Peter Gerjets

Wie kompetent sind Schüler unterschiedlicher Altersstufen bei der wissenschaftlichen Informationssuche im World Wide Web? Sind mögliche Probleme bei der Informationssuche und - bewertung auf ein Mediationsdefizit (Kompetenz nicht vorhanden) oder ein Produktionsdefizit (Kompetenz prinzipiell vorhanden, aber nicht spontan angewandt) zurück zu führen?

Das World Wide Web (WWW) ist in den letzten Jahren zu einer der wichtigsten Informationsquellen sowohl für alltagspraktische Fragen als auch für wissenschaftliche Themen geworden. Für eine erfolgreiche Nutzung des WWW - insbesondere zur Beantwortung komplexer und kontroverser Themen - sind aufgrund des riesigen Informationsangebots allerdings Nutzerkompetenzen wie z.B. Bewertungsstrategien bezüglich der thematischen Relevanz und der Qualität von Informationen entscheidend. Die angebotenen Diplomarbeiten thematisieren die Erfassung von Kompetenzen von Schülern und Studenten bei der Informationssuche im WWW sowie mögliche Unterstützungsmaßnahmen und deren Effektivität.

Methode: Feldstudie in der Schule

Ihre Ansprechpartnerin ist: Frau Yvonne Kammerer

Welchen Einfluss hat ein verändertes Suchmaschinen-Interface (beispielsweise eine andere Anordnung der Suchergebnisse oder angereichert durch zusätzliche Informationen) auf das Such- und Bewertungsverhalten von Web-Nutzern?

Das World Wide Web (WWW) ist in den letzten Jahren zu einer der wichtigsten Informationsquellen sowohl für alltagspraktische Fragen als auch für wissenschaftliche Themen geworden. Für eine erfolgreiche Nutzung des WWW - insbesondere zur Beantwortung komplexer und kontroverser Themen - sind aufgrund des riesigen Informationsangebots allerdings Nutzerkompetenzen wie z.B. Bewertungsstrategien bezüglich der thematischen Relevanz und der Qualität von Informationen entscheidend. Die angebotenen Diplomarbeiten thematisieren die Erfassung von Kompetenzen von Schülern und Studenten bei der Informationssuche im WWW sowie mögliche Unterstützungsmaßnahmen und deren Effektivität.

Methode: anwendungsorientierte Experimentalstudie mit Blickbewegungsmessung

Ihre Ansprechpartnerin ist: Frau Yvonne Kammerer

Welchen Einfluss haben Unterstützungsmaßnahmen wie Web-Trainings (vor der Websuche) oder Bewertungs-Prompts (während der Websuche) auf die Informationsbewertung von Schülern oder Studenten in einer komplexen Web-Recherche?

Das World Wide Web (WWW) ist in den letzten Jahren zu einer der wichtigsten Informationsquellen sowohl für alltagspraktische Fragen als auch für wissenschaftliche Themen geworden. Für eine erfolgreiche Nutzung des WWW - insbesondere zur Beantwortung komplexer und kontroverser Themen - sind aufgrund des riesigen Informationsangebots allerdings Nutzerkompetenzen wie z.B. Bewertungsstrategien bezüglich der thematischen Relevanz und der Qualität von Informationen entscheidend. Die angebotenen Diplomarbeiten thematisieren die Erfassung von Kompetenzen von Schülern und Studenten bei der Informationssuche im WWW sowie mögliche Unterstützungsmaßnahmen und deren Effektivität.

Methode: anwendungsorientierte Experimentalstudie mit Blickbewegungsmessung

Ihre Ansprechpartnerin ist: Frau Yvonne Kammerer

Wie kann der Wissenserwerb beim Lernen mit Animationen optimiert werden?

Animationen besitzen ein hohes Potenzial, wenn es darum geht, komplexe dynamische Sachverhalte zu vermitteln. Allerdings bergen Animationen aufgrund ihrer visuellen Komplexität - häufig bewegen sich mehrere Elemente gleichzeitig - auch Nachteile. Hierdurch kann es dem Lernenden schwer fallen, sich auf die relevante Information zu konzentrieren. Um diesem Nachteil entgegen zu wirken könnten beispielsweise Techniken, die die Aufmerksamkeit lenken oder aber auch interaktiv abspielbare Animationen hilfreich sein. Bislang ist aber noch ungeklärt, wie diese Faktoren zusammen spielen.

Methode: Experimentalstudie

Ihr Ansprechpartner ist: Herr Tim Kühl

Helfen optische Perspektivenwechsel beim Lernen dynamischer komplexer Sachverhalte?

Für das Lernen bestimmter dynamischer Sachverhalte gibt es oft eine bestimmte Perspektive, aus der dies vermittelt wird. Welche Perspektiven eignen sich und sind eine Kombination oder ein Wechsel mehrerer Perspektiven hilfreich für das Verständnis?

Methode: Experimentalstudie

Ihre Ansprechpartnerin ist: Frau Birgit Imhof

Wie können statische Bilder effektiv präsentiert werden, um Wissen zu vermitteln?

Bei der Präsentation statischer Bilder können verschiedene Faktoren einen Einfluss auf das Lernen der dargestellten Inhalte haben. Beispielsweise sind hier die Anzahl, die Darbietungszeit und das Einblenden der Bilder zu nennen. Verschiedene Variationen sollen auf ihre Stärken und Schwächen überprüft werden.

Methode: Experimentalstudie

Ihre Ansprechpartnerin ist: Frau Birgit Imhof

Cybermedia

Virtuelle Rekonstruktionen von archäologischen Objekten und deren Einfluss auf Rezeption und Wissenserwerb

Virtuelle Rekonstruktionen (VRs) von archäologischen Objekten werden häufig in Fernseh-Dokumentationen und in Museen eingesetzt. Meist ist dem Rezipienten nicht klar, welche Teile der Rekonstruktion auf wissenschaftlich belegten Fakten beruhen, zumal die wissenschaftliche Datenlage jeweils diverse Rekonstruktionsvarianten zulässt. In dieser Diplomarbeit soll in Zusammenarbeit mit einem Produzenten von VR-Rekonstruktionen untersucht werden, wie Rezipienten mit dieser mangelnden Transparenz oder mit der Vielfalt von möglichen Rekonstruktionen umgehen. Die durchzuführende experimentelle Studie wird dabei auf psychologischen Theorien basieren.

Methode: Laborexperiment

Ihre Ansprechpartnerin ist: Frau Manuela Glaser

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte auch der Ausschreibung:

DA Virtuelle Rekonstruktion archaeologische Objekte (PDF)

Narrationen in archäologischen Dokumentarfilmen

Transportation meint den Prozess, sich in eine narrative Welt hinein zu versetzen und umfasst kognitive und emotionale Komponenten. Die AG Wissenserwerb mit Cybermedia erforscht u.a. den Zusammenhang zwischen narrativen Elementen, Transportation und Wissenserwerb. Dokumentarfilme verwenden zunehmend narrative Elemente, um die Zuschauer in vergangene Epochen zurück zu versetzen. Mit HIlfe unterschiedlicher Methoden, u.a. Fragebogen, Wissenstests und/ oder physiologischer Maße, soll untersucht werden, welchen Einfluss diese Strategien auf Interesse, Aufmerksamkeit, das Erleben und den Wissenserwerb haben. Die Diplomarbeit ist an das Projekt "Formate-Mix in TV-Dokumentationen" angebunden.

Ihre Ansprechpartnerin ist: Frau Dr. Bärbel Garsoffky

Verbalisierungen und Handlungen

Beim Wissenserwerb werden häufig filmische und verbale Komponenten verwendet. In dieser Diplomarbeit soll überprüft werden, ob Effekte, die aus der Forschung zu Zeugenaussagen bekannt sind (eine sofortige verbale Beschreibung eines Täters führt zu schlechteren Wiedererkennungsleistungen), auch für das Erlernen von Handlungen (z. B. Seemannsknoten) gelten. Dabei soll in einer empirischen Untersuchung die Reihenfolge von verbaler und filmischer Information systematisch variiert werden.

Ihr Ansprechpartner ist: Herr Dr. Markus Huff

Verteilte Aufmerksamkeit

Wissenserwerb erfordert die Integration von Informationen aus verschiedenen lokal getrennten Quellen. Dabei scheint die räumliche Distanz der Informationsquellen eine große Rolle zu spielen. Aufbauend auf einer Untersuchung zu diesem sogenannten "Split Attention Effect" soll in dieser Diplomarbeit untersucht werden, welche visuellen Prozesse an diesem Effekt beteiligt sind.

Ihr Ansprechpartner ist: Herr Dr. Markus Huff

Visuelle Aufmerksamkeit

Das gleichzeitige Verfolgen mehrerer bewegter Objekte ist eine wichtige Eigenschaft des menschlichen visuellen Systems. Abrupte Perspektivenwechsel, wie sie beispielsweise in Filmen sehr h채ufig vorkommen, stellen eine Herausforderung f체r das visuelle System dar. In dieser Arbeit sollen Einflussfaktoren, die eine Aufrechterhaltung der Aufmerksamkeit 체ber abrupte Perspektivenwechsel hinweg beeinflussen, systematisch untersucht werden.

Ihr Ansprechparter ist: Herr Dr. Markus Huff

Virtuelle Realitäten und Narrationen im Museum

Transportation meint den Prozess, sich in eine narrative Welt hinein zu versetzen und umfasst kognitive und emotionale Komponenten. Die AG Wissenserwerb mit Cybermedia erforscht u.a. den Zusammenhang zwischen narrativen Elementen, Transportation und Wissenserwerb.
Narrationen werden zunehmend in Medien und Museen verwendet, um Interesse zu wecken und Wissen zu vermitteln. Untersucht werden soll der Einfluss von narrativen Elementen auf das Erleben vergangener Epochen und den Wissenserwerb darüber am Beispiel der virtuellen Rekonstruktion einer Renaissance-Burg im Museum. Die Diplomarbeit erfolgt in Anbindung an das Projekt "Formate-Mix in TV-Dokumentationen".

Ihre Ansprechpartnerin ist: Frau Dr. Bärbel Garsoffky

Multimedia

Welchen Einfluss haben Textmerkmale auf den Multimediaeffekt?

Die Überlegenheit des Lernens mit Multimedia (Text und Bild) gegenüber dem Lernen mit Text konnte vielfach empirisch bestätigt werden. Unklar ist jedoch, welche Merkmale des Textes am Zustandekommen dieses Effekts beteiligt sind. Wichtige Moderatoren, deren Einfluss im Rahmen einer Diplomarbeit untersucht werden kann, sind die Textkompatibilität, das Ausmaß an im Text enthaltener räumlicher Information sowie die Kohärenz des Texts.

Ihre Ansprechpartnerin ist: Frau PD Dr. Katharina Scheiter

Wann führt gesprochener Text mit Bild zu besseren Lernleistungen als geschriebener Text mit Bild?

Die Theorien zum Lernen mit Multimedia machen explizite Annahmen darüber, wie Texte und Bilder dargeboten werden sollten, um das Lernen zu erleichtern. Ein zentraler Befund ist dabei, dass Texte gesprochen und nicht geschrieben dargeboten werden sollten. Bestehende Erklärungsansätze für diesen Effekt sind jedoch sowohl aus theoretischer und empirischer Sicht oftmals nicht plausibel. Ziel der Diplomarbeit ist daher die Prüfung eines alternativen Erklärungsansatzes.

Ihre Ansprechpartnerin ist: Frau PD Dr. Katharina Scheiter

Können mentale Vorstellungsbilder die Wirkweise von multimedialem Material erklären?

Ein vielbestätigter Befund ist die Überlegenheit von Text-Bilddarbietungen gegenüber der Darbietung von Texten allein. In der Diplomarbeit soll der Frage nachgegangen werden, ob dieser Effekt darauf beruht, dass durch die Darbietung von Bildern die Vorstellung eines mentalen Bildes während der Textverarbeitung erleichtert wird.

Ihre Ansprechpartner ist: Frau PD Dr. Katharina Scheiter

Welche Rolle spielt das Arbeitsgedächtnis beim Lernen mit Multimedia?

Das Arbeitsgedächtnis spielt eine zentrale Rolle in Theorien zum Lernen mit Multimedia. Dennoch gibt es bisher nur wenige systematische Untersuchungen zur Involviertheit des Arbeitsgedächtnisses bei der Verarbeitung multimedialen Lernmaterials. Wichtige Fragen, die im Rahmen einer Diplomarbeit adressiert werden können, sind folgende: (1) Welche Maße zur Messung der Arbeitsgedächtniskapazität ermöglichen eine Vorhersage des Lernerfolg?, (2) Verhindern bestimmte Eigenschaften des Textes eine effektive Bildverarbeitung aufgrund von Interferenzen im Arbeitsgedächtnis?, (3) Welche Rolle spielt die zentrale Exekutive bei der Verarbeitung von Text-Bild-Kombinationen, bei denen das Verhältnis von Text und Bild variiert wird (unabhängig, redundant, widersprüchlich)?

Ihre Ansprechpartnerin ist: Frau PD Dr. Katharina Scheiter

Kann das Lernen mit Multimedia durch die Förderung der Verfügbarkeit und Nutzung von Lernstrategien unterstützt werden?

Insbesondere Untersuchungen in realistischen Lernkontexten zeigen oftmals nur eine geringe Lernwirksamkeit multmedialen Instruktionsmaterials. Erklärt werden kann dieser Befund durch eine mangelnde Verfügbarkeit und Nutzung von Strategien zur Text-Bild-Verarbeitung. Untersucht werden soll daher einerseits, inwieweit die Verfügbarkeit von Strategien durch entsprechende Trainings gefördert werden kann. Andererseits soll der Frage nachgegangen werden, inwieweit die Nutzung multimediaspezifischer Lernstrategien durch sog. Prompts bzw. Vornahmen zur Strategienutzung unterstützt werden kann.

Ihre Ansprechpartnerin ist: Frau PD Dr. Katharina Scheiter

Sozial-motivationale Prozesse

Wann sind Mitglieder einer Gruppe motiviert, Informationen untereinander auszutauschen?

Entscheidungen in Gruppen sind denen einzelner Personen oftmals unterlegen, da Gruppenmitglieder ihre Informationen nicht ausreichend untereinander austauschen. Im Rahmen dieser Arbeit sollen daher Bedingungen untersucht werden, unter denen Gruppenmitglieder motiviert sind, ihnen vorliegende Informationen in gemeinsame Diskussionen (face-to-face oder netzbasiert) einzubringen. Dabei wird u.a. die Rolle der Verfolgung individueller bzw. gemeinsamer Ziele geprüft.

Ihr Ansprechpartner ist: Herr Prof. Dr. Kai Sassenberg

Welchen Einfluss haben online-Selbsthilfegruppen auf das Selbstbewusstsein von Patienten?

Im WWW gibt es zahlreiche Selbsthilfegruppen, in denen Therapien, Begleiterscheinungen von Erkrankungen und viele andere Fragen diskutiert werden. Die Effekte dieser Informationsquellen auf das Selbstbewusstsein von Patienten im Umgang mit ihrer Krankheit und mit Ärzten soll in dieser Arbeit untersucht werden.

Ihr Ansprechpartner ist: Herr Prof. Dr. Kai Sassenberg

Welche Funktion und Wirkung haben marginale Meinungsäußerungen in Medien?

Einige Medienangebote (z. B. Blogs, Online-Zeitungen, Videotext) bieten Möglichkeiten, im Abstimmungsformat Meinungen zu bestimmten Themen zu äußern. Einige dieser Möglichkeiten haben aber anscheinend keinerlei Auswirkungen, sondern erscheinen wie Selbstzweck ('Polls'). In dieser Arbeit soll untersucht werden, warum diese Möglichkeiten bei Gestaltenden attraktiv sind (bzw. erscheinen), welche Funktion ihre Nutzung erfüllt und welche Folgen sie für weiteres Nutzungsverhalten haben können.

Ihr Ansprechpartner ist: Herr Prof. Dr. Kai Sassenberg

Optimierung computergestützter Konferenzen

Seit über einem Jahrzehnt wird sogenannte Groupware verwendet, um Konferenzen via Software und Computer zu unterstützen. In dieser Zeit wurden flexible und anwendergerechte Lösungen entwickelt. Trotzdem entstehen bei spezifischen Konstellationen immer wieder Probleme. Gemeinsam mit einem Softwarehersteller arbeiten wir an der Optimierung und Evaluierung einer solchen Groupware. In diesem Rahmen sind ebenfalls Diplomarbeiten zu vergeben.

Ihr Ansprechpartner ist: Herr Prof. Dr. Kai Sassenberg

In welchen Situationen sind Menschen motiviert, die Perspektive eines Anderen zu übernehmen?

Perspektivenübernahme ist ein zentraler Bestandteil erfolgreicher sozialer Interaktionen. Menschen, die häufiger die Perspektive ihres Gegenübers übernehmen, gelten als sozial kompetenter, zeigen weniger Stereotype und Vorurteile und verhalten sich hilfsbereiter. In dieser Arbeit soll untersucht werden, welche Ziele oder welche motivationalen Aspekte einer Situation beeinflussen, ob Menschen vermehrt Perspektivübernahme zeigen.

Ihr Ansprechpartner ist: Herr Prof. Dr. Kai Sassenberg

Wie wird Unwahrheit im Netz erkannt?

In netzbasierten Medien kann die Verbreitung von unwahren Informationen (Gerüchte, Lügen) sehr schnell verlaufen, diese können aber prinzipiell auch schneller "widerlegt" oder korrigiert werden. In dieser Arbeit soll untersucht werden, welche Merkmale über Vorwissen hinaus herangezogen werden zu Entscheidungen über die Akzeptanz und Zurückweisung von vorliegenden Informationen, bzw. zur Bestätigung oder Widerlegung motivieren.

Ihr Ansprechpartner ist: Herr Prof. Dr. Kai Sassenberg

Wissensaustausch

Was macht Ausstellungsstücke in naturwissenschaftlich-technischen Museen interessant für Besucher?

In einer Studie in einem naturwissenschaftlich-technischem Museum wurden mittels exploratorischer Faktorenanalyse vier Faktoren identifiziert, die als subjektive Faktoren den als am interessantesten benannten Exponaten zugrunde liegen: Attraction Power, Instant Enjoyment, Familiarity und Information Value. Die verwendete Skala soll un ausgebaut werden (Literaturstudium zum Thema Struktur von Interesse, Museen). Zusätzlich soll in einer größeren Fragebogenerhebung überprüft werden, ob es möglich ist, diese Fragen zu replizieren (Datenerhebung und Auswertung). Unterstützung bei der Faktorenanalyse kann gegeben werden.

Ihre Ansprechpersonen sind: Frau Dr. Carmen Zahn und Herr Daniel Wessel

Einfluss von 'Knowledge and Information Awareness' auf die Kollaboration räumlich getrennter Gruppenmitglieder in einem computerspielbasierten Szenario

Mehrere Studien konnten belegen, dass die Informiertheit eines Gruppenmitglieds über das externalisierte Wissen sowie die zugrunde liegenden Informationsressourcen der Kooperationspartner (d.h. Knowledge and Information Awareness) die räumlich verteilte Kooperation unterstützt. Die Diplomarbeit hat das Ziel, diesen Effekt in einem neuen computergestützten Szenario in Kooperation mit Prof. Dr. David Shaffer (University of Wisconsin-Madison, USA) zu replizieren.

Ihre Ansprechperson ist: Frau Dr. Tanja Engelmann

AusschreibungDA Knowledge Information Awareness (PDF)

Nicht-aufgabenrelevantes (off-task) Verhalten beim Lernen durch kollaborative Videgestaltung

Neue digitale Videotechnologien erweitern das Einsatzspektrum von Videos im Schulunterricht. Meist stehen direkte Auswirkungen dieser Form des Lernens auf Wissenserwerbsprozesse und Lernerfolg im Fokus. Daneben steht die Frage nach indirekten Einflüssen vermittelt über nicht direkt aufgabenbezogenes Verhalten der Lernenden. Gibt es Verhaltensweisen, die indirekt positiv auf das Lernen wirken können? Ist nicht aufgabenbezogenes Verhalten gleichzusetzen mit potentiellen Störungen von (kollaborativen) Lernprozessen? In der Diplomarbeit sollen vor diesem Hintergrund eigene Fragestellungen erarbeitet und Stichproben vorhandener Video-Daten daraufhin tielergehend analysiert werden. Die Diplomarbeit erfolgt im Zusammenhang mit dem Projekt "Digitale Videotechnologien für kollaborative Gestaltungsaufgaben im Deutschunterricht - Bedingungen effektiven Kooperierens und Lernens".

Ihre Ansprechperson ist: Frau Dr. Carmen Zahn

Zum vollständigen Ausschreibungstext gelangen Sie hier:

AusschreibungDA off-task-Verhalten bei Videogestaltung (PDF)

Medienbezogene Überzeugungen von Lehramtsstudierenden und ihr Einfluss auf die Medienintegration im Unterricht

Lehrerinnen und Lehrer gestalten Unterricht im Hinblick auf das Ziel des Wissenserwerbs ihrer Schülerinnen und Schüler. Aus der Forschungsliteratur ist bekannt, dass dabei im Allgemeinen die Überzeugungen von Lehrkräften eine Rolle dabei spielen, wie sie ihren Unterricht gestalten. Wie sieht es im speziellen Fall der Integration neuer Medien in den Unterricht aus? Welchen Einfluss haben sie auf die Art und Weise, wie die Potenziale neuer Medien zur Unterstützung von Lehr-Lern-Prozessen in den Unterricht integriert werden? Vor dem Hintergrund vorhandener Daten sollen eigene Fragestellungen entwickelt und in Zusammenarbeit mit den Betreuenden eine Erhebung mit PH-Studierenden geplant und durchgeführt werden. Die Arbeit entsteht im Kontext des Projektes "Digitale Videotechnologien für kollaborative Gestaltungsaufgaben im Deutschunterricht - Bedingungen effektiven Kooperierens und Lernens"

Ihre Ansprechperson ist: Frau Dr. Carmen Zahn

Zum vollständigen Ausschreibungstext gelangen Sie hier:

Ausschreibung Medienbezogene Ueberzeugungen von Lehramtsstudierenden (PDF)

Unterstützung von kritischem Denken in naturwissenschaftlich-technischen Ausstellungen

Kritisches Denken ist ein aktuelles Thema, das auch in Museen adressiert wird. Die Diplomarbeit untersucht die Möglichkeiten, kritisches Denken in Museumsausstellungen mit mobilen Geräten zu unterstützen (evtl. via case-based learning und scaffolding). Gegenstand wird eine geplante Laborausstellung zum Thema Adipositas sein. Aufgaben währen Literaturstudium zum Thema "Unterstützung von kritischem Denken" und Ausarbeitung, Durchführung und Auswertung einer Studie, die Teilaspekte des Projektes im Laborkontext auf ihre Wirksamkeit überprüft.

Ihre Ansprechpartner sind: Frau Dr. Carmen Zahn und Herr Daniel Wessel

Wissenskonstruktion

Soziale Interaktion in Online-Communities

Online-Communities werden für soziale Aktivitäten im Internet immer wichtiger. Es wird Wissen ausgetauscht und Networking betrieben. Auf Plattformen zum Wissensaustausch treffen Menschen sich online, um diverse private oder berufliche Themen zu disktuieren. Ziel einer Diplomarbeit könnte es sein, Ursachen und Kosequenzen von Bindungen an Online-Communities und von Selbstdarstellung in Online-Communities zu untersuchen sowie die daraus gewonnenen Erkenntnisse für die Förderung von sozialen Interaktionen zwischen Community-Mitgliedern nutzbar zu machen.

Ihre Ansprechpartnerinnen sind: Frau Dr. Katrin Wodzicki und Frau Eva Schwämmlein

Nutzung kollektiven Wissens durch Social Tagging

In den letzten Jahren etablierte sich Social Tagging als eine Standardanwendung des Web 2.0. Social Tagging bezeichnet die freie und individuelle Vergabe von Schlagwörtern (Tags) für digitale Ressourcen, wie z. B. Bookmarks. Durch diese individuelle Annotierung von digitalen Inhalten mit Tags, die von unterschiedlichen Personen vergeben wurden, entsteht eine gemeinsame Beschreibung von Inhalten durch eine Community. Im Rahmen einer Diplomarbeit könnte der Einfluss von Social Tags auf die Informationssuche im Internet und auf individuelle Lernprozesse erforscht werden.

Ihre Ansprechpartner sind: Herr Christoph Held und Frau Prof. Dr. Ulrike Cress

Mathe mit der Matte

In einem Kooperationsprojekt mit Prof. Nürk (Psychologisches Institut der Universität Tübingen) wird eine digitale Tanzmatte eingesetzt, um bei Vor- bzw. Grundschulkindern die Zahlenvorstellungen zu trainieren. Im Rahmen einer Diplomarbeit könnte untersucht werden, inwieweit beim "Numerosity Learning" räumlich-motorische Komponenten eine Rolle spielen.

Ihre Ansprechpartnerin ist: Frau Prof. Dr. Ulrike Cress

Wissensaustausch mit geteilten Datenbanken

Im organisationalen Kontext sowie in Social Software Settings nutzen Menschen Datenbanken, um ihre Informationen mit anderen Personen zu teilen. Jedoch ist die Bereitschaft der beteiligten Personen, Wissen an andere weiterzugeben, oftmals ziemlich gering. Ziel einer Diplomarbeit könnte es sein, Faktoren zu identifizieren, die die Bereitschaft Wissen weiterzugeben, begünstigen.

Ihre Ansprechpartner sind: Frau Dr. Katrin Wodzicki und Herr Dr. Joachim Kimmerle

Wissenskonstruktion in nutzergenerierten virtuellen Onlinewelten

Beispiel für eine nutzergenerierte dreidimensionale Online-Welt, in der die Benutzer durch Avatare miteinander interagieren und kommunizieren können, ist 'Second Life'. Diese virtuelle Realität kann von den Nutzern selbst gestaltet werden. Um computerunterstütztes kooperatives und individuelles Lernen in 3D-Umgebungen zu untersuchen, hat das IWM ein virtuelles Forschungslabor in Second Life eingerichtet und führt dort Experimente durch. Diese virtuellen Experimentalräume können für Diplomarbeitsuntersuchungen genutzt werden.

Ihr Ansprechpartner ist: Herr Johannes Moskaliuk

Kooperative Wissenskonstruktion mit Wikis

Wikis sind für die kooperative Wissenskonstruktion geeignet. Sie ermöglichen die gleichzeitige, kollaborative Arbeit einer Vielzahl von Personen an einem gemeinsamen Artefakt, das allen Personen zur Nutzung und zur aktiven Weiterentwicklung offen steht. Mögliche Diplomarbeitsthemen könnten sich mit der Frage beschäftigen, was Personen zu einer konstruktiven Zusammenarbeit mit Hilfe von Wikis motiviert und welche sozilan eund kognitiven Prozesse dazu beitragen, dass solche kooperativen Szenarien über die reine Sammlung von Informationen hinaus auch die kollaborative Konstruktion neuen Wissens ermöglichen.

Ihre Ansprechpartner sind: Herr Dr. Joachim Kimmerle und Herr Johannes Moskaliuk