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- Projekte
- Der Einfluss von Pattern auf den Austausch von Handlungswissen
- Diagnostik und web-basierte Intervention bei Rechenschwächen nach dem Grundschulalter
- e-teaching.org
- Individuelle und kollektive Wissenskonstruktionsprozesse
- Jenseits der Grenzen von Wissensgebieten: Netzwerkanalyse kollaborativer Wissenskonstruktion
- Kooperative Wissenskonstruktion mit Wikis
- Lernen durch Teamreflexion
- MIRROR - Reflective Learning at Work
- Nutzung kollektiven Wissens durch Social Tagging
- Patterns and Tools for Non-Governmental Organizations (PATONGO)
- Rechnen mit Medien
- Selbstpräsentation in Online Communities
- SocialNetworking von Studierenden auf Facebook© und darüber hinaus
- Soziale Interaktion in Online Communities: Das Zusammenspiel von Bindung und Informationsaustausch
- Soziale Netzwerkanalyse von kollaborativer Wissenskonstruktion in Wikipedia
- Struktur des komplementärmedizinischen Wissensaustauschs
- Sustaining Technology Enhanced Learning Large-scale multidisciplinary Research (STELLAR)
- Verkörperlichtes Lernen von Numerosität für den Transfer in die schulische Praxis
- Virtuelles Training – Konstruktion von Handlungswissen in virtuellen Realitäten
- Wissensaustausch mit geteilten Datenbanken
- Wissenskonstruktion in virtuellen Onlinewelten
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AG Wissenskonstruktion
Die Arbeitsgruppe untersucht, wie in großen Gruppen neues, emergentes Wissen entsteht. Dabei werden vor allem solche Szenarien betrachtet, in denen Personen mittels eines geteilten Artefakts miteinander interagieren. Dabei kann es sich beispielsweise um Texte handeln, die von den Nutzern verfasst und redigiert werden können (wie bei Wikis), um virtuelle Umgebungen, in denen Personen in ihren Avataren (virtuelle Stellvertreter) sichtbar werden und sich zueinander verhalten können, oder um Community-Plattformen, in denen Personen Informationen austauschen und sich vernetzen können. Durch dieNutzung solcher Artefakte werden für den Einzelnen damit nicht nur Informationen aus der Gruppe verfügbar, sondern jeder Nutzer kann seinerseits auf das Artefakt einwirken und es verändern. Damit wird die Gruppe der jeweiligen Nutzer zu einem sozialen System, das in bestimmter Weise miteinander interagieren kann. In der Arbeitsgruppe werden vor allem diejenigen kognitiven, motivationalen und sozialen Prozesse erforscht, die die Interaktion zwischen Individuum und Artefakt beeinflussen und die Wissenskonstruktion unterstützen. Als Rahmenmodell dient dabei das Ko-Evolutionsmodell von Cress und Kimmerle (2008), das das Lernen der Individuen und die Wissenskonstruktion des sozialen Systems als Ko-Evolution versteht, die durch Prozesse der Wissensexternalisierung und der Wissensinternalisierung ermöglicht wird.
Die Forschungsprojekte lassen sich zwei Forschungslinien zuordnen, je nachdem in welchen Kontexten die Wissenskonstruktion betrachtet wird, dem informellen Lernen und Wissensaustausch im Internet und der Wissenskonstruktion in formalen Bildungskontexten und in Arbeitsumgebungen.
Informelles Lernen und Wissensaustausch im Internet
In dieser Forschungslinie wird das Zusammenspiel von kollektiven und individuellen Wissenskonstruktionsprozessen in Kontexten untersucht, in denen sich Nutzer aufgrund ihrer eigenen Interessen zu Online-Communities formieren und an geteilten Artefakten arbeiten. Beispiele dafür sind die Wikipedia-Community, soziale Netzwerke und Foren im Internet. Im Fokus der Projekte dieser Forschungslinie stehen die kognitiven, motivationalen und sozialen Prozesse der Wissenskonstruktion, die sowohl im Feld als auch im Labor untersucht werden.
Wissenskonstruktion in formalen Bildungskontexten und in Arbeitsumgebungen
Diese Forschungslinie baut auf den Ergebnissen der ersten Forschungslinie auf und vereinigt solche Projekte, in denen die Wissenskonstruktion in einen formalen und organisationalen Bildungskontext eingebettet ist, nämlich in Organisationen, in der Hochschule oder in der Schule. Im Kontext Organisation wird der Frage nachgegangen, inwieweit Web 2.0-Technologien den Transfer und die Konstruktion von organisationalem Praxiswissen – als einer Kombination aus Wissen über Fakten und Wissen über Prozeduren und Abläufe – verbessern können. Diese Fragestellung trägt der Tatsache Rechnung, dass in vielen Anwendungskontexten häufig solche Wissensformen relevant sind, die nicht deklarativ sind, sondern tätigkeitsnah und implizit. Einige Projekte wenden sich deshalb besonders dem Aufbau und der Weitergabe des Handlungswissens zu. Die Generierung und die Weitergabe von Handlungswissen erfordert die Reflexion eigener Arbeitspraxis. Die Arbeitsgruppe beschäftigt sich deshalb in einigen Projekten mit der systematischen Unterstützung von Reflexionsprozessen von Individuen und Teams. Das Projekt e-teaching.org ist im Kontext der Hochschulen angesiedelt. Es entwickelt und unterhält ein Portal, bei dem Informationen zur mediengestützten Hochschullehre anwendungsnah aufbereitet werden, so dass sie für Hochschuldozenten in ihrer Lehre nutzbar werden. Bei den Projekten im Kontext Schule bestehen enge Kooperationen zur Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Hans-Christoph Nürk am Psychologischen Institut der Universität Tübingen. In diesen Projekten steht die Förderung des Aufbaus von mathematischen Basiskompetenzen im Fokus.