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- Projekte
- Der Einfluss von Macht auf Reflexion über soziale Interaktionen
- Der Einsatz von Social Software im E-Learning
- Motivationale Determinanten von Perspektivenübernahme
- Selbstregulation und Führung
- Selbstregulation und Informationsaustausch in Gruppen
- Sozialer Ausschluss und Langeweile in virtuellen Kontexten
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AG Sozial-motivationale Prozesse
Nicht nur beim Wissensaustausch, dessen sozialer Charakter offensichtlich ist, sondern auch beim Wissenserwerb spielen soziale Aspekte eine zentrale Rolle: Die Selbstregulation und das Selbstkonzept bestimmen den Inhalt und Umfang der Informationssuche und beeinflussen damit auch den Wissenserwerb. Soziale Faktoren sind gerade beim medialen Wissenserwerb von zentraler Bedeutung, da es ein wesentlicher Effekt von Medien ist, im Prozess soziale Information zwar zu reduzieren, dadurch aber (a) die bekannte soziale Konstellation und (b) die wenige übertragene soziale Information um so bedeutungsvoller werden zu lassen. Deshalb beschäftigt sich die Forschung der Arbeitsgruppe 'Sozial-motivationale Prozesse' mit den förderlichen und limitierenden Einflüssen sozialpsychologischer Faktoren auf den medialen Wissenserwerb. Hierbei erfahren zwei Aspekte des Einflusses sozialer Prozesse auf die Wissenskommunikation und den Wissenserwerb besondere Aufmerksamkeit:
Selbstregulation und Selbstkonzept
Forschung zu Wissenserwerb und Wissensaustausch trifft häufig die Annahme, dass Individuen motiviert sind, eine (mehr oder weniger elaborierte) ausgewogene Repräsentation von einem Gegenstandsbereich aufzubauen. Neben dieser ungerichteten Motivation zur akkuraten Informationsverarbeitung kommt es aber häufig auch zu strategischer Informationssuche oder zu strategischem Informationsaustausch. Diese sogenannte gerichtete Motivation entsteht, wenn die Inhaltsbereiche Relevanz für das Selbstkonzept aufweisen oder das Selbstkonzept durch sie bedroht ist. Im Rahmen dieser Forschungslinie wird der Frage nachgegangen, welche Effekte das Selbstkonzept und die Selbstregulation (und damit gerichtete Motivation) auf die Strategien bei der Informationssuche und beim Informationsaustausch haben.
Asymmetrische soziale Beziehungen
Zahlreiche soziale Beziehungen sind durch Asymmetrie gekennzeichnet. Personen werden ausgeschlossen oder ignoriert, Führungskräfte verfügen über mehr Macht als die anderen Mitglieder ihrer Gruppe, und prototypische Gruppenmitglieder haben mehr Einfluss als weniger zentrale. Für Statusunterschiede belegt die bestehende Forschung bei medienvermittelter Interaktion besonders starke Auswirkungen auf Gruppenprozesse und -entscheidungen. Im Rahmen dieser Forschungslinie sollen sowohl subtile, informell etablierte als auch massive, institutionalisierte asymmetrische soziale Beziehungen im virtuellen Raum untersucht werden.